Gestern hatte ich also meinen letzten Tag als Famulantin der Kinderchirurgie. Auf der Station war auch wieder ziemlich viel zu tun und zu allem Überfluss waren in der Ambulanz gleichzeitig drei Sprechstunden, aber nur eine Schwester. Also wurden der PJler und ich dazu verdonnert, die Sprechstunden mitzumachen. Zur Wahl standen der Klinikchef oder unser leitender OA. Dreimal dürft ihr raten, wen sich der PJler gekrallt hat. Also saß ich nur wenig später mit unserem Chef in seiner Sprechstunde. Eigentlich war er ganz nett, allerdings habe ich ja nie gelernt, mit dem Computer der Schwestern umzugehen, ich wusste nicht genau wo ich welche Untersuchung anmelden konnte und wenn ich dann mal die richtige Person am Hörer hatte, fehlte mir leider das nötige Durchsetzungsvermögen Schroffheit der Schwestern um einen Termin noch in diesem Jahr zu bekommen. Zwischendurch war der Chef dann auch nicht mehr so begeistert, weil auch er nicht wirklich weiß, wie man die organisatorischen Dinge regelt- und teilweise musste ich mich wirklich fragen ob er noch wusste, dass ich Medizinstudentin und keine Schwesternschülerin bin- nicht böse gemeint, aber ich hab das eben alles nie gelernt, woher soll ich es denn wissen? Blut abnehmen oder sonografieren hätt ich ja hinbekommen, durft ich aber nicht
War also kein erfolgreicher Vormittag, wenigstens ging die Zeit schnell rum.
Dank Sinupret, Inhalieren, Neoangin und Erkältungsbad gings der Rotznase auch wieder besser und der leitende OA hat mir den kranken Tag geschenkt- also nie wieder Famulatur!!!! Leider schaffte ich es nicht mehr, noch einmal mit meinem Doktorarbeitsbetreuer zu sprechen, aber ich werd ihm am Wochenende mal ne Mail schreiben, immerhin wurde gestern schon die erste Probe genommen.
Heut war ich dann endlich mal wieder ne typische Frau
Erstmal ab zum Frisör, neue Frisur, dann weiter durch die Stadt, bisschen bummeln, neue Haarfarbe kaufen, Geburtstagkarte für meinen Dad besorgen und zu guter Letzt noch bei Hennes und Mauritz ein neues Outfit für 23€ ergattert.
Stimmt wohl, dass Frauen nen neuen Abschnitt mit einem veränderten Aussehen beginnen